Ausfuhrkennzeichen: Für den Export ins Ausland
Fahrzeug ins Ausland exportieren? Das Ausfuhrkennzeichen erklärt – ohne Behördenfrust.
Zuletzt aktualisiert: 02. Oktober 2026 · von Kfzexpresszulassung L&D GmbH
Ein Ausfuhrkennzeichen (auch Zollkennzeichen) ist nötig, wenn du ein Fahrzeug dauerhaft ins Ausland überführst – und die Zulassung im Zielland erst dort erfolgt.
Es ist maximal 12 Monate gültig und enthält ein farbig abgesetztes Feld mit Ablaufdatum. Die Zulassung ist an eine Ausfuhrversicherung gebunden.
Wir erklären, wann du es brauchst, wann die normale Online-Zulassung die bessere Wahl ist und welche Kosten auf dich zukommen.
Inhaltsverzeichnis
Wer braucht ein Ausfuhrkennzeichen?
Fahrzeuge, die dauerhaft außerhalb der EU zugelassen werden: z. B. Export in die Türkei, nach Nordafrika oder Asien.
Auch innerhalb der EU sinnvoll bei Verkauf ins Ausland: Die Kfz-Steuer entfällt dann ab Ausfuhrdatum, sofern das Fahrzeug nicht mehr in Deutschland zugelassen wird.
Nicht nötig bei reiner Urlaubsfahrt oder vorübergehender Nutzung im Ausland – hier reicht die reguläre deutsche Zulassung.
Kosten und Gültigkeit
Behördengebühr: ca. 30–50 €. Schilder: ca. 25 €. Ausfuhrversicherung: 100–200 € (je nach Fahrzeug und Zielland).
Gesamtkosten: 150–280 € – deutlich teurer als eine reguläre Zulassung.
Gültigkeit: bis zu 12 Monate. Die Ausfuhr muss innerhalb der Frist erfolgen, sonst verfällt das Kennzeichen.
Ablauf: So beantragst du das Ausfuhrkennzeichen
Schritt 1: Ausfuhrversicherung abschließen und eVB-Nummer anfordern.
Schritt 2: Zulassungsstelle aufsuchen (ggf. mit Termin) – mit Ausweis, Fahrzeugschein, Fahrzeugbrief, eVB und Nachweis des Ausfuhrzwecks.
Schritt 3: Schilder prägen lassen und das Fahrzeug überführen.
Schritt 4: Ausfuhr beim Zoll nachweisen und bei der Zulassungsstelle bestätigen lassen.
Wann ist die Online-Zulassung besser?
Bei reinem EU-Export mit Verkauf ins Ausland kann oft die reguläre Online-Zulassung günstiger sein – vor allem, wenn das Fahrzeug später wieder nach Deutschland zurückkommt.
Bei vorübergehender Nutzung im Ausland (z. B. Studium, Auslandssemester) ist die reguläre Zulassung immer die bessere Wahl.
Nur bei echtem Dauer-Export lohnt sich das Ausfuhrkennzeichen – dann ist aber auch der persönliche Behördengang unvermeidbar.
Häufige Fragen
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